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letzte Zuſammentreffen mit ihm erſchüttert wurde, trat auf einmal ihres Gatten Bild troſtreich vor ihre Seele, und das unheimliche Gefühl zerran vor der freudigen Zuverſicht, daß ja nun Alles vorüber und ſie wohl ge⸗ borgen ſei. Hätte ſie gewußt, in welcher Weiſe Pio Co⸗ lonna noch kurz vor ihrer Verbindung ihre Ehre gegen Max zu verdächtigen geſucht! Mar hatte ihr davon na⸗ türlich kein Wort geſagt, wie er auch den Verläumder ſeitdem nicht wieder geſehen hatte, da er, wie ſchon erwähnt, bald nach dem nächtlichen Geſpräch verwundet worden war. Cajetana dachte jetzt nicht mehr an ihn, ſondern nur an ihren Gatten, dem ſie nach ihrem Nachtgebet in Ge⸗ danken eine ſanfte Ruhe wünſchte und daß er auch ihrer gedenken möge. Dann ſchlief ſie ſanft ein, die Salzbur⸗ gerin ihr zu Füßen, vor der Thüre der treue Diener, welchen ihr Max zum beſondern Schutze mitgegeben hatte.
Am andern Morgen, als der Aufbruch geſchah und Cajetana in ihrem Wagen vor das Thor kam, hielt wie⸗ derum Graf Colonna am engen Ausgange, gleichſam um hier, wo ihm nichts entrinnen konnte, die ausziehenden Fuhrwerke zu zählen. Auch heute grüßte er Frau von Riedau, indem er ſein Haupt entblößte und ſich tief im Sattel neigte; er hielt ſo nah, daß ſie, wie flüchtig ihr Blick ihn auch traf, ſeine auffallend bleiche Farbe, gegen welche die dunkelglühenden Augen um ſo ſchwärzer er⸗


