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da erkannte ihn Cajetana plötzlich und erſchrack ſo, daß ſie unwillkürlich den Arm ihrer ſalzburger Dienerin ſaßte, welche neben ihr ſaß. War es möglich? Graf Colonna, der das Regiment ſchon vor ihrer Ankunft verlaſſen hatte, um ſeine Geſundheit wieder herzuſtellen, den ſie überhaupt ſeit jenem, nie zu vergeſſenden Tage im Königsegg'ſchen Palais nicht geſehen— wie kam er plötzlich hieher, da noch geſtern im Lager von Caneto, wo ſie zufällig alle Offiziere des Regiments einmal zuſammen geſehen hatte, von ihm keine Spur geweſen war? Er hatte ſie nun auch erkannt, hielt aber nicht an, ſondern ritt mit ehrerbietigem Gruße an ihrem Wagen vorüber. Sie ſah ihn auch wäh⸗ rend des ganzen Marſches nicht mehr, weder als unter⸗ wegs eine Raſt gemacht wurde, noch beim Einrücken in die Quartiere. Die Wagen fuhren nämlich vor dem zum Nachtquartier erſehenen Orte im geſchloſſenen Viereck nach ſtrenger Ordnung zu einer Wagenburg auf, dabei campirte Alles im Freien unter dem Schutze ausgeſtellter Wachen; nur die Vornehmſten des Zuges und die Offi⸗ zierfrauen erhielten in der Stadt ein Unterkommen unter Dach und Fach.
Cajetana mußte ſich viel mit der Erſcheinung des Grafen Colonna beſchäftigen. Sie lebte in Gedanken noch einmal ihre Vergangenheit durch, ſo weit er in dieſelbe verwebt war— als ſie aber von der Erinnerung an das


