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Unternehmen, bei welchem Cremona nicht behauptet wer⸗ ven konnte, trat aber wieder Waffenruhe ein und die Operationen begannen erſt im Mai. Das Regiment Savoyen⸗Dragoner war nicht mit zu dem Ueberfall ver⸗ wendet worden und blieb bis zur allgemeinen Concentra⸗ tion des Heeres ungeſtört in ſeinen Quartieren. Cajetana konnte daher in der ihr ſo lieb gewordenen Umgebung noch lange verweilen und den vollen Zauber des ſüdlichen Frühlings genießen. Als dann der Tag des Aufbruchs gekommen war, ging es in die blühende, lachende Land⸗ ſchaft hinaus, und der Reiz, den die unbekannte Ferne auf empfängliche Gemüther übt, verfehlte auch bei Caje⸗ tana ſeinen Eindruck nicht und ließ ſie jedem folgenden Tage in der Erwartung neuer Erſcheinungen und wunder⸗ barer Erlebniſſe heiter entgegen ſehen.
So lange die Truppenbewegungen nur ſogenannte Reiſemärſche waren, durften die Wagen wenigſtens nach Beendigung des Marſches wieder in die Quartiere oder Lager einfahren, und es gab dann immer ein fröhliches Wiederſehen— noch herrſchte auch kein Mangel beim Heere, der ſich ſpäter ſo fühlbar machte. Die energiſchen Vorſtellungen des Prinzen hatten wenigſtens für den Be⸗ ginn des Feldzuges die beſte Wirkung gehabt. Als aber die eigentlichen Operationen begannen und Eugen ſein kleines Heer vor der Uebermacht der franzöſiſchen Armee,


