Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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von dieſem zurückgelaſſen, um in ſeinem Eigenthum doch einigermaßen zum Rechten zu ſehen. Dieſe ſtand der jun⸗ gen Deutſchen, deren liebreiches Weſen die grämliche Alte ſchnell gewonnen hatte, mit Rath und That bei, und es kam Cajetana zu Statten, daß ſie bei der Gräfin Königs⸗ egg etwas italieniſch lernen und in den großen Geſell⸗ ſchaften zuweilen hatte ſprechen müſſen. Sie gewann die ſchöne Sprache jetzt erſt lieb und drückte ſich bald ganz ge⸗ läufig darin aus.

Ein wahres Stillleben, ſo recht geſchaffen für ein neuvermähltes Paar, das nichts von der Außenwelt will und ſich ſelbſt genug iſt, begann nun für ſie. Bei der Compagnie ſtand zwar noch ein Lieutenant und auch ein Fähnrich, aber der Erſtere war ein alter Soldat ohne alle Manieren, der ſich in Gegenwart einer Dame ſtets un⸗ heimlich fühlte und ſie daher mied, und der Fähnrich lag an einer Wunde darnieder, welche er bei einem Bauernaufſtande, der mit Waffengewalt hatte unterdrückt werden müſſen, nach Riedau's Abreiſe erhalten hatte. Aus den benachbarten Quartieren des Regiments kamen wohl nach und nach, als Riedau ſich beim Generalwacht⸗ meiſter gemeldet hatte, die Offiziere, die ihm alle zugethan waren, in ſeinen Flecken, um ihn zu begrüßen und ſeine Gemahlin kennen zu lernen; Einer oder der Andere brachte auch ſeine Frau mit, bei welcher dieſer Wunſch