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ſollte, war ein ſtattliches Gebäude nach italieniſchem Geſchmack, mit einem platten Dache, wenigen Fenſtern, einem Balcon im obern und einer zurückgezogenen Log⸗ gia hinter Säulen im untern Stockwerk; Cajetana kam es wie ein Palaſt vor. Max hatte ihr ſchon unterwegs erzählt, daß der Eigenthümer des Hauſes mit ſeiner ganzen Familie vor dem Kriegslärm hinweggezogen ſei und es ihm zur freien Verfügung überlaſſen habe: Caje⸗ tana konnte ſich alſo darin nach Gefallen einrichten. Sie nahm auch all' die ſchönen Räume, welche zum Theil ſehr reich, beſonders mit Gemälden guter Meiſter, aus⸗ geſtattet waren, in Augenſchein, aber ſie ſagte dann: „Das iſt nicht für uns, Mar!“ und beſchränkte ſich auf ein Paar Zimmer, die einfachſten, welche die Ausſicht auf den freien Platz des Fleckens boten, wo für die Com⸗ pagnie der Allarmplatz war und ſich die Mannſchaft täg⸗ lich einmal ſtellte. Riedau war ganz damit einverſtanden. Dann ging die junge Frau mit Eifer an die Einrich⸗ tung ihrer Wirthſchaft. Es war wohl gut, daß ſie in Stauffenried fleißig darin gelernt hatte und der Frau von Birkenfeld, welche ſie gern unterrichtete, an die Hand gegangen war; aber es würde ihr hier für die Beſchickung des Hauſes bei den eigenthümlichen italieniſchen Verhält⸗ niſſen nicht viel geholfen haben, wenn ſie nicht eine alte Dienerin des abweſenden Beſitzers vorgefunden hätte,


