aus, an der Mauer entlang— da findet er Max Riedau
in ſeinem Blute—“
„Zweikampf alſo mit dem Colonna!“ rief Karl Fidelis.„Den Grund ahne ich nun wohl— mein armer Max!“
Mit einem ſeltſamen Lächeln ſchüttelte die Gräfin den Kopf.—„So weit ſcheint freilich Alles klar. Die Leichtſinnige hat den Andern begünſtigt, gegenſeitige Ei⸗ ferſucht vielleicht zu einem Zweikampfe geführt. Aber wie erklären Sie ſich, daß ein kaiſerlicher Offizier ſeinem Gegner den Rücken zeigt? Die Wunde, an welcher Max Riedau faſt verblutet wäre, hat ihn von rückwärts ge⸗ troffen! O ſtaunen Sie nicht. Es gibt der Räthſel noch mehr. Als der Baſtian den Verwundeten, der bei ihm wie bei allen Leuten im Hauſe ſehr beliebt war, in ſeinem Blute gefunden, hat er ſich, ſelbſt zum Tode erſchrocken, mit Aufbietung aller Kräfte ihn herein zu tragen bemüht, nachdem er ihm wenigſtens das Blut mit ſeinem Hals⸗ tuch geſtillt. Aber er hat es doch nicht vermocht und dar⸗ um Hülfe herbeirufen müſſen, wodurch das ganze Haus in Aufruhr verſetzt worden iſt. Da hat natürlich auch Cajetana gehört, was ſich zugetragen hat, und iſt dazu ge⸗ kommen, hat ſich, gleichſam als ſei ſie wahnſinnig ge⸗ worden, zu dem Verwundeten, den ſie in des Thürſtehers Stube getragen, auf die Kniee geſtürzt und— was ſie


