den; ich bin nun ganz allein! Doch zu Ihrer Mündel zurück.— Was werden Sie ſagen, wenn ich Ihnen er⸗ zähle, daß ich ſogar den alten Cronberg, bei welchem Ihre Bemühungen ſo ganz geſcheitert waren, für Cajetana ge⸗ wonnen hatte, ſo daß er ſie nicht allein als ſeine Ver⸗ wandte anerkannte, ſondern ſogar eine wahrhaft kindiſche Zärtlichkeit für ſie faßte! Es war mir gelungen, Beide bei einer großen Hofwirthſchaft im letzten Carneval zu⸗ ſammen zu bringen, und wenige Tage vergingen, ſo hielt der Graf bei mir förmlich um Cajetana's Hand an.“
„Unmöglich!“ rief Karl Fidelis entrüſtet.„Der alte Thor!“
„Warum unmöglich, Herr Sohn!“ entgegnete Fran⸗ cesca, indem ſie ihr ſchwarzes Feuerauge mit einem Aus⸗ druck bitterer Strenge auf ihn richtete, als wolle ſie ihn fragen, wie er ein ſolches Wort an ſie richten könne, ein⸗ gedenk ſeines Vaters, der ja auch im Alter noch die Hand eines blühenden Weibes begehrt, freilich auch erhalten hatte.„Daß es geſchehen iſt, kann ich verſichern. Das Anerbieten wurde mit Verachtung zurückgewieſen. An demſelben Vormittage aber, wo das geſchehen war, em⸗ pfing das Fräulein während meiner Abweſenheit einen Mann in meinem Hauſe, von dem Niemand einmal weiß, wie er hinein gekommen iſt. Gott ſei Dank, kann ich mich


