Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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ſelbſt ſchuldig geworden, ſie aus ihrer Nähe zu ent⸗ fernen?

Wo iſt ſie jetzt? fragte er haſtig.

Ich habe natürlich alles Aufſehen vermieden, ihrer Abreiſe die natürlichſte Erklärung gegeben, welche ſich zum Glück gewiſſermaßen von ſelbſt fand, durch ein ganz eigenthümliches Zuſammentreffen. Anfangs ſchwankte ich, ob ich ſie nicht in das Kloſter zurückbringen ſollte, von wo ich ſie abgeholt und zu mir genommen hatte. Es wäre vielleicht zu ihrem Heil der beſte Entſchluß geweſen. Aber dabei hätte ſich kaum der Schein retten laſſen, den ich um jeden Preis bewahren wollte. So beſchloß ich, ſie nach Salzburg auf mein kleines Gut zu ſchicken. Dort weilt ſie gegenwärtig.

Aber was iſt geſchehen? Was hat ſie gethan? forſchte Karl Fidelis mit dem höchſten Antheil.

Ich hatte es ſo gut mit ihr im Sinne, ſprach die Mutter.Ihre ganze Perſönlichkeit ſchien mir geeignet, in der großen Welt Glück zu machen, ich führte ſie ein und ſie gefiel; es eröffnete ſich ſogar eine Ausſicht für ſie, in den Hofſtaat der römiſchen Königin aufgenommen zu werden, was nur abſichtlich durch die Caraffa ver⸗ eitelt wurde, indem ſie ein Mißverſtändniß vorgab. Da⸗ von nachher, es betraf meine andere Hausgenoſſin, Anna Riedau, welche Sie auch nicht mehr bei mir fin⸗