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Fidelis heiter.„Warum begrüßt Cajetana ihren Vor⸗ mund nicht? Sie weiß wohl noch gar nicht, daß ich an⸗ gekommen bin?“
„Hat Ihnen Riedau gar nichts über Cajetana ge⸗ ſagt?“ wiederholte die Gräfin ihre Frage.
„Ich habe nicht von Cajetana mit ihm geſprochen,“ erwiederte Karl aufmerkſam werdend.„Was hat es mit Ihrer Frage für eine Bewandtniß? Iſt etwas— zwiſchen Beiden vorgefallen?“
„Ich ſehe ſchon, Sie wiſſen von Allem, was ſich in meinem Hauſe vorgetragen hat, gar nichts,“ verſetzte die Mutter,„und ich muß denn von vorn anfangen. Damit Sie aber gleich über Cajetana im Klaren ſind, ſo hören ſie denn, daß ſie gar nicht mehr bei mir iſt.“
Karl Fidelis blickte ſie betroffen und fragend an, ei⸗ ner weitern Erklärung gewärtig.
„Ich war es mir ſelbſt ſchuldig, ſie aus meiner Nähe zu entfernen,“ fuhr die Gräfin fort, obgleich es ihr ſichtlich Ueberwindung koſtete. Das hatte Königsegg frei⸗ lich nicht zu hören erwartet, und es machte auf ihn einen überwältigenden Eindruck: er hatte geglaubt, Cajetana habe das Haus ſeiner Mutter mit einer geſicherten Stel⸗ lung am Hofe oder noch beſſer mit dem eigenen Herde vertauſcht als Gattin eines braven Mannes; ſollte er ſich in ihr ſo bitter getäuſcht haben, daß ſeine Mutter ſich


