Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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Ein recht ausführlicher Brief, den ich an Sie ge⸗ ſchrieben hatte, fuhr ſie fort,und der Ihnen eine Menge der intereſſanteſten Neuigkeiten melden ſollte, iſt durch den unglücklichen Zufall, den Sie wiſſen, zurück⸗ geblieben und bald genug ganz überflüſſig geworden, da Alles anders gekommen iſt, als wir dachten. Haben Sie Riedau ſchon geſehen?

Ich war heut' früh einen Angenblick bei ihm, er⸗ wiederte Karl Fidelis.

Wie geht es ihm?

Er iſt ziemlich hergeſtellt und wird mich, wie ich hoffe, zur Armee begleiten können.

Was hat er Ihnen erzählt? fragte die Gräfin etwas zögernd.

Ueber den Vorfall ſelbſt nichts. Er hat mir offen erklärt, daß er nichts davon ſagen dürfe und wolle, ich weiß alſo gar nichts und hoffe, daß meine gnädige Mut⸗ ter mich ſoweit aufklären wird, als ſie ſelbſt unterrichtet iſt. Sie wiſſen doch, wie es zugegangen iſt?

Die Gräfin beſann ſich einen Moment.Wir wollen uns ganz ausſprechen, ſagte ſie dann.Beantworten Sie mir nur noch eine Frage. Was hat Ihnen Riedau über ſie ſuchte nach einem Worteüber Ihr Mün⸗ del geſagt?

Sie erinnern mich an meine Pflichten! rief Karl