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das er trug wie ein Mann, in Momenten, wie der jetzige, wo es ſich um das Heil oder Verderben eines halben Erdtheils handelte, noch bedeutend erſcheinen können? Er ſtellte ſich die Lage der Dinge vor, ſo weit er ſie über⸗ ſchauen konnte; die Perſönlichkeiten, welche berufen wa⸗ ren, durch Entſchluß und That in den Gang der Be⸗ gebenheiten einzugreifen, traten ihm lebhaft vor die Seele. Er kannte ſie ja Alle.
An ſeinen eigenen Vater mußte er denken, als er ſich deſſen einſtiger Wohnung in Gumpendorf näherte. Als Vicekanzler hatte Graf Leopold Wilhem Königsegg bei ſeiner Erfahrung in Staatsgeſchäften nächſt dem Hofkanzler Grafen Strattmann ſonſt das unbedingte Vertrauen des Kaiſers beſeſſen, und ſein Rath war im⸗ mer noch bis zu ſeinem Tode im hohen Alter gern gehört worden. Der Sohn ſtellte ſich die Frage, wie dieſer Rath ſeines Vaters unter den jetzigen Verhältniſſen aus⸗ gefallen ſein würde. Dann faßte er die Perſonen in das Auge, welche jetzt dem Kaiſer am nächſten ſtanden. Auch Kinſty, welcher die auswärtigen Angelegenheiten bis da⸗ hin größtentheils geleitet hatte, war geſtorben, und die Staatsgeſchäfte ruhten nun ganz in der Hand des Gra⸗ fen Harrach. War er, welcher zu Madrid den Intriguen des franzöſiſchen Geſandten bei den ſpaniſchen Staats⸗ männern erlegen war, die das Ohr ihres ſterbenden Königs


