Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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mung gerathen war, eine lange Zeit mit fortgedrängt. So auch ein Cavalier, der aus der innern Stadt ſeinen Weg nach dem Kärnthnerthor geſucht hatte, aber von einer plötzlich daherflutenden Menge, die er nicht zu thei⸗ len vormochte, weit von ſeinem Ziele abgezogen worden war. Endlich gelang es ihm doch, ſich an einem Durch⸗ hauſe, das er kannte, zu befreien und durch daſſelbe in ſtillere Gaſſen zu kommen, wo er, wenn auch auf Um⸗ wegen, die Richtung wieder gewann, die er eine Weile hatte aufgeben müſſen.

Wie wohl that ihm die freie Luft, als er die fin⸗ ſtere Wölbung des Thores und die Brücke hinter ſich hatte! Er athmete leichter und ſchritt langſam durch die Vorſtadt, welche ſeit ſeiner langen Abweſenheit von Wien unter den Segnungen des Friedens immer mehr angebaut worden war. Der Frieden ſtand nun wohl auf dem Spiele, ja er hätte ſich nur mit Schmach erkaufen laſſen, und der Hochadel Oeſterreichs, welchem der ernſte Mann, der allein durch die Vorſtadt ſchritt, von Geburt an⸗ gehörte, ging an Eifer für die Ehre der Krone allen treuen Söhnen des Vaterlandes mit leuchtendem Beiſpiel voran. Es waren auch Gedanken ſolcher Art, welche die Seele des Einſamen beſchäftigten; ſeine perſönlichen In⸗ tereſſen gingen in dieſen höhern völlig unter: wie hätte ihm ſein eigenes Schickſal, das er nicht ändern konnte und