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Opfer von ſeinem Lande gefordet hatten; der letzte, wel⸗ cher ſeinen Thron mit Vernichtung, Deutſchland mit allen Schrecken eines türkiſchen Einbruchs bedrohte, war glor⸗ reich beendigt und hatte Habsburgs Recht auf die Krone von Ungarn endlich durchgeſetzt, und ſchon erhob ſich von anderer Seite eine fremde, räuberiſche Hand, das Recht ſeines Hauſes anzutaſten! Kaiſer Leopold konnte ſeinem Lande den Frieden erhalten, Ströme von Blut und tau⸗ ſendfache Opfer ihm erſparen: er durfte nur ſein gutes Recht dem Fremden dahingeben, ſich geduldig den Raub gefallen laſſen! Wenigſtens hätte er dann eine kurze Friſt gewonnen, bis die Habgier ihre niegeſättigten Augen wei⸗ ter auf ihn gerichtet hätte, zu neuen Forderungen durch ſeine Schwäche ermuthigt— und der greiſe Herrſcher wäre unterdeſſen vielleicht zu ſeinen Vätern verſammelt worden und hätte das nicht mehr erlebt! Wie gern hätte er jetzt ſchon das Nahen des Friedensengels begrüßt, der ihn hinüber führen ſollte, die Palme des ewigen Lebens zu empfangen! Aber noch war ſeine Stunde nicht gekom⸗ men und der ſchwere Kampf ihm nicht erſpart, den ein Fürſt von ſeinem hohen Berufe durchdrungen in ſolchen ernſten Momenten, wo an ſeinem Worte das Glück und Elend von Millionen hängt, innerlich durchzukämpfen hat.
Der Kaiſer neigte in Demuth ſein Haupt und be⸗ tete um Erleuchtung von Oben.
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