Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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lautern Wegen, ſich von der Gräfin zu verabſchieden und ihre Botſchaft an den Sohn in Empfang zu nehmen, aber er geſtand dem Römer kein Recht zu einer ſolchen Frage zu, und fertigte ihn kalt, wenn auch höflich, ab.

Begleiten Sie mich, mein Herr, die Gräfin iſt nicht zu Hauſe! ſagte Colonna gereizt.

Wenn das iſt, werde ich warten! erwiederte Riedau.

Sie werden mich begleiten, Herr! ch habe mit Ihnen zu ſprechen!

Das kann geſchehen, Herr Graf nur nicht hier und jetzt!

Fürchten Sie ſich? entgegnete der Römer mit bitterm Hohne.

Das traf Riedau's ohnehin ſchon dem Streit, der an ihm geſucht wurde, willig entgegen ſchlagendes Blut. Er antwortete nur mit einem Blicke ſtolzer Verachtung und winkte dem Gegner voran zu gehen. Dann folgte er, und der Thürſteher, welcher ein athemloſer Zeuge der wunderlichen Scene geweſen war, ſtand zweifelhaft, was er thun ſolle, bis er endlich die Pforte des Hauſes, die er zu hüten hatte, wieder ſperrte. Mochte draußen vorgehen, was da wollte! Er hatte es nicht zu ver⸗ antworten.