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Mit ſtarken Schritten gingen die beiden Männer ſtumm neben einander her; ſie fühlten, daß es zwiſchen ihnen einen Kampf geben mußte um den höchſten Preis des Lebens, ſie fühlten das in ihrem ganzen Weſen, ohne daß ſie ſich weiter verſtändigt hätten. Pio Colonna wußte außerhalb der Mauer den Ort wieder zu finden, wo er den Eingang erlangt hatte— hier wartete ſein noch in unverwüſtlicher Geduld ſein Knabe, der, als er ihn in fremder Begleitung nahen ſah, vom Boden aufſprang.
„Tritt zurück, Ruffo!“ herrſchte ihn der Graf an, und maß den Raum umher. Dann zu Riedau ſich wen⸗ dend, legte er die Hand an den Degen. Dieſer ſah ihn mit einem feſten Blicke an.
„Zieh, wenn Du ein kaiſerlicher Offizier biſt!“ rief Colonna, und ſchnell die Klinge zückend, fiel er ihn ſchon wüthend an, ſo daß ſich Riedau kaum in Vertheidigungs⸗ ſtand ſetzen konnte. Aber die Scene wechſelte bald. Des Deutſchen überlegene Kraft machte alle Geſchicklichkeit des Römers zu Schanden, aus dem Angreifer ſah ſich dieſer bald auf eine bloße Abwehr zurückgeworfen, er gab ſich manche Blöße— ſchon blutete er aus zwei leichten Wunden, er war in höchſter Gefahr!
Da zuckte Mar Riedau plötzlich, ſein Degen ſenkte ſich; er taumelte einen Moment und brach dann zuſam⸗


