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gießen!“ Und ohne ihrer jungfräuliche Wehrloſigkeit zu achten, wollte er den Arm um ihren Leib ſchlingen— in dieſem Augenblick wurde die Glocke des Hauſes ſtark angezogen. Cajetana war ſeiner unheiligen Berührung ausgewichen und eilte zur Thüre.
„Und ſollt' ich Dich verderben, Du wirſt mein!“ rief ihr Colonna nach, indem er ihr folgte.
Im Corridor war ſie ihm entſchwunden; einen Mo⸗ ment drohte das ſtürmende Blut ihm alle Beſinnung zu rauben und es dunkelte ihm vor den Augen, aber er faßte ſich gewaltſam und ging nun trotzig und ſtolz dem vordern Ausgange zu: es war ihm unmöglich den Rück⸗ weg zu finden zu der Stelle, die ihm wohl bezeichnet ge⸗ weſen war, um durch das geheime Pförtlein unbemerkt in das Palais zu gelangen.
Die Hausthüre wurde eben von dem Thürſteher geöffnet, der durch das ſtarke Klingeln aus ſeinem Mit⸗ tagsſchlafe geweckt worden war, und Pio Colonna's Augen loderten in Haß und Wuth auf, als er den Ein⸗ tretenden erblickte: es war Max von Riedau. Wer führte ihn hieher zu dieſer Stunde?
Er warf ihm eine kurze Frage danach hin, Riedau hätte ſie ruhig beantworten können, denn er kam auf


