an ſeine Stelle gefeſſelt blieb.„Wenn ſie ein Mann von Ehre ſind, ſo verlaſſen Sie mich augenblicklich. Was Sie reden, iſt mir unverſtändlich— ich habe keine Antwort darauf!“
„Cajetana, verläugneſt Du, plötzlich umgewandelt, Deinen Brief an mich?“ rief er und zog ein kleines Blatt aus ſeinem Kleide.„Haſt Du dies nicht geſchrieben, mir nicht erlaubt, Dich hier zu ſehen?“
„Herr Graf!“ entgegnete Cajetana, bis in das Herz vor dieſer Beſchuldigung erſtarrend. Ihr Ton klang ſo treu und wahr, daß Pio Colonna nicht länger dagegen verſchließen konnte.
„Wie?!“ rief er wild.„Sollte ich betrogen ſein?! Sie haben dies nicht geſchrieben? Meinen Brief nicht beantwortet?“
„Wäre es anders, würde ich Ihre Verachtung ver⸗ dienen! Gehen Sie, Herr Graf!“
Aber jetzt erwachte ſeine Leidenſchaft erſt zu jener furchtbaren Gewalt, die keine Rückſicht mehr kennt.„Und wen es ſo iſt,“ rief er glühend,„ſo biſt Du dennoch mein! Ich liebe Dich, Mädchen, ich laſſe Dich nicht! Von Deinen Lippen will ich mir den ſüßen Lohn der Gegen⸗ liebe erzwingen, müßt' ich auch mein Blut darüber ver⸗ 15*


