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Liebe erhört, Deine ſüßen Worte— ich habe ſie viel tau⸗ ſendmal geküßt! Sieh, nun bin ich hier auf Deine Ge⸗ währung— Zeit und Stunde habe ich wie ein Hei⸗ ligthum gehalten, laß ſie nicht entrinnen, ohne mir nun Aug' im Auge, Herz an Herz zu ſagen, daß Du mich liebſt, daß Du endlich, endlich mein Flehen er⸗ hört haſt!“
„Entfernen Sie ſich, Graf Colonna“— ſtammelte das entſetzte Mädchen, in Todesangſt vor ſeinen glühen⸗ den Blicken, aus denen ihr, wie aus ſeinen Worten, der Wahnſinn zu ſprechen ſchien.„Ich verſtehe nichts von Allem, was Sie ſagen— die Gräfin iſt nicht da⸗ heim—“
„Wie, Cajetana?“ entgegnete er.„Willſt Du noch ein Spiel mit mir treiben? Haſt Du der Macht des holden Gottes Dein ſtolzes Herz endlich gebeugt, warum bekennſt Du ihn nicht mit Deinen Lippen? Hab' ich Dein Wort nicht auf meinen Brief? Bin ich nicht hier, wie Du mir gewährt haſt? Hinweg die Verſtellung! Die⸗ ſer Moment iſt noch unſer— wer weiß, ob nicht der nächſte uns trennt! Laß uns den ſüßen Bund beſiegeln, daß keine Macht ihn mehr zerreißen kann!“
Er nahte ihr wiederum, ſie ſtreckte abwehrend die Hand gegen ihn aus, ſo heftig und gebieteriſch, daß er


