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ſie nicht, daß es galt, ihr den Schild, den ſie ſchützend über ihr reizendes Pflegekind gehalten hatte, durch treu⸗ loſe Liſt zu entwinden und ſie ſelbſt feindſelig gegen die Arme zu ſtimmen, die nur gehaßt wurde, weil ſie ſchön und gut war und eine Verſchuldung, von der ſie nichts wußte, zu ſühnen die Kraft nicht beſaß.
Cajetana war allein wach im Hauſe. Man hatte ihr das Eſſen in gewohnter Weiſe im Tafelzimmer auf⸗ getragen, dann war ſie in dem anſtoßenden Gemach ge⸗ blieben, um die Gräfin bei ihrer Heimkehr zu empfangen: es war ihr zu ſchmerzlich, die gütige Frau in ihrer Auf⸗ regung durch unbedachte Aeußerungen, deren Beziehungen ihr ſeitdem erſt klar geworden, betrübt zu haben; ſie mußte ſie ſo bald als möglich um Verzeihung bitten und konnte den Augenblick dazu kaum erwarten. Die ganze Dienerſchaft aber hatte ſich, nachdem die wenigen Ge⸗ ſchäfte abgethan waren, zurückgezogen und nach der Sitte des Hauſes ſich dem Mittagsſchlummer überlaſſen, der heute recht lang und ungeſtört ſein konnte, denn der heimkehrende Kutſcher hatte ja genau angegeben, zu wel⸗ cher Stunde die Wagen bei der Frau Oberſthof⸗ meiſterin Excellenz zum Abholen ihrer Gäſte wieder be⸗ ſtellt waren.
Im Hauſe herrſchte eine tiefe Stille. Cajetana ſaß,
ihren Gedanken hingegeben, den Kopf in die Hand ge⸗
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