Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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zu gehen und Deine Antwort vorzubereiten, die nach mei⸗ nem Ermeſſen nur eine Zuſage ſein kann. Daß ich das ſo beſtimmt ausſpreche, mag Dir verbürgen, daß ich Alles reiflich erwogen habe, denn Du weißt, ich liebe Dich und will nur Dein Wohl. Hier, mein gutes Kind, iſt der Brief Deines Oheims, in welchem er Dir ſeine Hand anträgt und mich um meine Zuſtimmung bittet. Er hebt ausdrücklich hervor, daß die Verwandtſchaft aus ſo fer⸗ ner Zeit, wo ſich Eure beiden Linien getrennt, kein Hin⸗ derniß vor der Kirche ſein kann. Nimm den Brief mit auf Dein Zimmer, lies ihn aufmerkſam, und wenn Du zu dem Entſchluſſe gekommen biſt, ſo überlaß mir die Antwort, welche Deiner mädchenhaften Zurückhaltung na⸗ türlich eingedenk ſein wird.

Nein, Frau Gräfin! rief Cajetana, welche wäh⸗ rend der langen Rede Muth und Geiſteskraft wieder ge⸗ wonnen hatte.Hier kann ich keinen Augenblick im Zwei⸗ fel ſein, keinen Augenblick den edlen Mann, der mir auf ſolche Weiſe ein Vertrauen ſchenkt, in Ungewißheit laſſen. Ich würde mich ſelbſt verachten, könnte ich ihn nur einen Moment täuſchen. Wenn Sie mich lieb haben, Frau Gräfin, ſo antworten Sie ihm noch in dieſer Stunde, danken ihm innig aus meiner Seele für die Güte, die er mir bewieſen hat, ſagen ihm aber, daß es mir un⸗