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Greiſe mußte unnatürlich genannt werden. Sie hatte daher die Löſung geſchickt vorzubereiten.
Als Cajetana zu gewohnter Stunde bei ihr er⸗ ſchien, empfing ſie dieſelbe in heiterſter Laune.„Du haſt den Abgeſandten Deines Herrn Oheims geſehen?“ fragte ſie.„Stolz zu Roß ritt er auf, demüthig zu Fuß mußte er abziehen! Du haſt ihn gewiß ausgelacht, heilloſes Mädchen.“
Cajetana konnte es nicht läugnen und lachte noch über den komiſchen Vorfall, wobei die Gräfin einſtimmte.
„Es iſt von Dir um ſo undankbarer, Tani,“ ſagte ſie dann neckend,„als die ganze Sendung nur Dich be⸗ traf. Rathe, was er Dir zugedacht hat, aber rathe nicht allzu beſcheiden!“
„Ich kann mir nicht denken—“
„Nun ſo höre und ſtaune: er will Dich aus⸗ ſtatten!“
Cajetana wurde blutroth, ihre Augen, welche der Gräfin einen großen ſtaunenden Blick zugeworfen hatten, ſanken zu Boden.
„Wie eine Fürſtin will er Dich ausſtatten— im vollen Ernſt, liebes Kind. Es kommt nur eben darauf an, daß Du heiratheſt. Du glühſt ja, wie eine Purpurroſe! Haſt Du ſchon einen Bräutigam im Sinne?“
„Ich bitte Sie—“


