Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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wie er dem Knoten des Zügels, der noch am Gitter hing,

kurz den Kopf zuwandte und dann trutziglich von dan⸗ nen ſchritt.

So den Zügel ſprengen, friſch in die Welt hinaus, das wäre auch nach Cajetana's Sinne geweſen! Alte Kindesträume erwachten in ihr. Sie hatte ſich immer gern gedacht, wenn ſie älter ſein würde, den Vater in den Krieg zu begleiten, wie ja ſo viele brave Soldaten⸗ frauen thaten der Vater hatte ihr oft davon erzählt dann auf dem Marſch für ſeine Erquickung ſorgen, im Quartier oder im Feldlager für ſeine Bequemlichkeit und Pflege, alle Noth und Gefahr mit ihm theilen, in der Schlacht ſogar nah genug der Wahlſtatt, um muthigen Blicks den Kampf zu ſchauen, und würde der Vater ver⸗ wundet, ihm wiederum treulich die Hand liebevollen Bei⸗ ſtandes zu reichen das wäre ſo ihr Leben geweſen. ZJetzt aber der Vater war längſt in fremder Erde be⸗ ſtattet! Plötzlich wandte ſie ſich ab, als ſchäme ſie ſich eines Gedankens, der ihr unbewachtes Herz überfiel und ihre Wange mit lichter Roſenglut färbte. Wohin ver⸗ irrte ſich ihre Phantaſie!

Die Gräfin hatte ein Schreiben erhalten, wie noch nie ein ähnliches in ihrem Leben. Schon das überra⸗

ſchend große Format war ihr aufgefallen, dann hatte ſie

das wunderſchön geſchnittene Wappen, das im feinſten