Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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dieſen Dingen Ihr habt ja nur geträumt ich bin bei Euch, Vater, wir wollen beten.

Ja, Kathi, bete für mich! flüſterte er darauf und rang, ſeine Hände zu falten. Sie kam ihm, unter heiß aufquellenden Thränen, die ihr faſt die Sehkraft verdun⸗ kelten, zu Hülfe, und als ſie ihm die Hände über der Bruſt gefaltet, warf ſie ſich neben ihm auf ihre Kniee und ſprach ihm laut und inbrünſtig ein Gebet vor, das ſie auswendig wußte und dem ſie Worte aus ihrem ei⸗ genen Herzen hinzuſetzte. Als ſie geendigt hatte, ver⸗ nahm ſie die letzten Athemzüge ihres Vaters. Er lag im Sterben.

Zehntes Capitrl.

Der Römer.

Im Königsegg'ſchen Palais wurde gewöhnlich ſpät Tag. Die Gräfin Francesca hatte ihre ſüdländiſche Na⸗ tur auch darin im Norden bewahrt, ſelbſt im Sommer verſchmähte ſie die Morgenfriſche ihres ſchönen Gartens, wie viel mehr ließ ſie im Winter die Sonne hoch ſteigen, ehe ſie ſich vom Schlummer, den ſie übrigens auch ſpät