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und es kommt doch immer darauf an, wem's geſtohlen iſt. Den lieben Herren und Brüdern— die hätten's ge⸗ kriegt! Dem's gehört, dem wär's nicht geblieben, und Sie ſind reich genug jetzt, wo alles Geld eingegangen iſt, Sie können's ihm heut' gleich bezahlen! Thun Sie's nur, ich bitt Euer Gnaden um Alles in der Welt, thun Sie's nur in dieſer Stunde noch, und gehen Sie dann erſt zu den lieben Herren in den drei Kronen.— Nun, ich kom⸗ me ſchon einmal wieder, gnädiger Herr, wenn's Krieg gibt— dem lieben Fräulein Tani bring' ich dann ein Eingebinde mit,“ ſetzte er ganz leiſe hinzu, ſo daß es ſeine Tochter nur, weil ſie der Name ihres Fräuleins zu ſchärfſtem Lauſchen reizte, verſtehen konnte.
Dann ſchlief er ein, ſanft und ruhig, und Kathi, nachdem ſie noch eine lange Weile ſeine Athemzüge be⸗ wacht hatte, ließ endlich, übermüdet, wie ſie war, in ihrer niedergekauerten Stellung den Kopf auf die Bruſt ſin⸗ ken und verfiel in einen Halbſchlummer, aus dem ſie vielleicht erſt nach einer Stunde ſchreckhaft erwachte. Sie ſtand raſch auf, der Vater ſchien noch ruhig zu ſchlafen; ſie ſchlich zu dem Tiſche, wo die Lampe dunkel brannte, um dieſe zu putzen, dann ſetzte ſie ſich ſtill auf das La⸗ ger, das dem Mitgefangenen gehört hatte, und überdachte ihre ganze verlaſſene und troſtloſe Lage. Aber ſie ließ ſich dadurch nicht weich ſtimmen, ihre ſtarke Seele hatte


