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tenpartie her ſehr wohl und fragte nach vielen Umſtänden, ihr Schickſal betreffend.“
„Und es iſt nicht ungnädig aufgenommen worden, was ich für nothwendig gehalten habe?“
„Im Gegentheil. Es wurde rückſichtsvoll und fein von Ihnen gefunden.“
„Ich danke Ihnen herzlich, Graf Leopold,“ ſagte die Gräfin mit einem ſeelenvollen Blicke.
„Haben Sie ſchon für Fräulein Cajetana eine Ver⸗ anſtaltung für das Feſt getroffen?“ fragte Trautſon.
„Noch nicht, das findet ſich,“ ſagte ſie leicht.„Ich habe nur einen Wunſch— und den will ich auch in Ihre Hand legen. Daß Cajetana nicht mit dem Grafen Pio Colonna zuſammen kommt. Ich fürchte, der gewandte Römer, der ſchon ſo viel feſten Boden am Hofe gewon⸗ nen hat, wird alle Kunſt aufbieten, um ſich den Platz als Cavalier an Cajetana's Seite zu erobern, und meine Pflicht als Mutter, zu der ich mich ſelbſt bekannt habe, fordert es, daß ich ſeinen Wünſchen überall entgegen
trete. Das Glück, das ich für Cajetana ſuche, iſt mit ihm nicht zu finden. Sie ſehen, ich ſpreche auch darüber zu Ihnen mit vollem Vertrauen.“
„Würden Sie mir vielleicht eine beſtimmte Andeu⸗ tung geben, mit welchem Herrn Sie für Fräulein Cajetana zufrieden wären, im Falle ich etwas dazu thun könnte?“
1860. IV. Im Strom ber Zeit. III. 2


