Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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Vorſtellungen zu machen, war jedoch damit zur Ruhe

verwieſen worden. Als nun heute der Graf von ſelbſt wieder darauf kam, konnte er nicht umhin, den Kopf zu ſchütteln.

Sehen Euer hochgräfliche Gnaden wohl! ſagte er;hätten immer für das arme Fräulein ſorgen ſollen, ihr eine Stiftsſtelle kaufen oder ſo etwas! Nun läßt's Ihnen keine Ruh'!

O glaube doch das nicht! Ich hab' meine Ruh' deswegen doch. Wer kann Allen helfen, die darum an⸗ ſprechen. Wenn ich Dir ſage, daß dieſe Cronbergs ei⸗ gentlich gar keine Cronbergs ſind, da ſie dies Wappen nur angenommen haben, wahrſcheinlich in hinterliſtiger Abſicht wie ich ſchon meinem Vetter Crato und dann wieder dem Grafen Karl Fidelis bewieſen habe.

Allen Reſpect vor dem hochgräflichen Wappen! Aber ein verlaſſenes Mägdlein!

Gute Menſchen werden ſich ihrer ſchon angenom⸗ men haben! ſagte der Graf.

Gute Menſchen, ja wohl! verſetzte der Diener mit einer ziemlich deutlichen Betonung, und der Graf nahm verſtimmt eine Priſe. So kam er wieder in ſeine Wohnung zurück, wo er bei der einmal in Confuſion ge⸗ rathenen Tagesordnung nichts Beſſeres zu thun wußte, als den verſäumten Schlaf nachzuholen, nicht ahnend,