Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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fein, welche den Himmel Deiner Jugend getrübt haben, und die Sonne, die ich Dir verkündet, wird Dir in voller Wahrheit aufgehen. Müſſen wir uns dann auch äußer⸗ lich trennen, ſo bleiben wir uns doch ewig verbunden, denn ich hoffe, Du wirſt mir immer treu bleiben und Dich meiner Leitung in allen Dingen vertrauen.

Cajetana bat ſie ergriffen, ſie nicht von ſich zu laſſen aber die Gräfin ſchlug ſie ſcherzend auf die Wange und brach das Geſpräch ab. Gegen ihre Leute hielt ſie es nicht für nöthig, ſich zu einer Erklärung über den Namen Cronberg, unter welchem das fremde Mäd⸗ chen nach Cajetana gefragt hatte, herabzulaſſen. Ebenſo wenig erfuhr irgend Jemand, was es mit dieſem für eine Bewandtniß gehabt habe, und Anna Riedau, welche von dem ſeltſamen Beſuch durch die Kammerjungfer Kenntniß erhalten, brannte vor Begier, darüber Näheres zu erfah⸗ ren. Doch ſtand ſie nun mit Cajetana, wie ſie ihr ſelbſt geſagt, in einem völlig veränderten Verhältniß, und ſah voraus, daß ſie abreiſen werde, ohne das Geheimniß enträthſelt zu haben. Für dieſen Fall traf ſie jedoch ihre Anſtalten, um wenigſtens in der Form nicht ganz ohne Nachrichten zu bleiben.

Der Nachtſturm hatte den Himmel rein gefegt, die Sonne ging in wolkenfreien Oſten auf und der ſchönſte Tag mit einer wahren Frühlingstemperatur ließ den Schnee, der noch immer dem geſtrigen Regen getrotzt hatte, mit