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um von ihr den Schlüſſel des befremdenden Vorfalls zu erhalten. Bei ihrer Neigung zum Ungewöhnlichen konnte es nicht fehlen, daß die Mißſtimmung, welche ſie An⸗ fangs über Cajetana's Eigenmächtigkeit zeigte, bald in dem Intereſſe aufging, das ſie an deren räthſelhaften Er⸗ ſcheinen und Verſchwinden des Mädchens nahm, von welchem ſie ſchon durch Karl Fidelis und auch von Caje⸗ tana ſo viel gehört hatte. Das ihr Vater das Verbre⸗ chen, das man ihm Schuld gab, wirklich begangen habe, ſtand ihr außer allem Zweifel, und ſie begriff, daß er ſich verborgen halten müſſe; ebenſo glaubte ſie aber auch mit Beſtimmtheit, daß er als alter Diener des Herrn von Cron⸗ berg über deſſen Verhältniß zu Riedau die beſte Auskunft geben könne, und da ihr ſelbſt viel daran lag, dieſe Angele⸗ genheit aufzuklären, ſo gab ſie gern ihre Einwilligung, daß Kathi ihren Beſuch im Hauſe wiederholen könne. Je⸗ denfalls war zu erwarten, daß ſie unterdeſſen ihren Vater nach der Beziehung ſeines ehemaligen Herrn zu Riedau gefragt haben und ſeine Aeußerungen Cajetana mittheilen werde; dieſe hatte ſie dringend darum gebeten, worauf Kathi gar nichts erwiederte, aber es doch auch nicht ver⸗ weigert hatte.
„Du ſiehſt, meine Tani,“ ſprach die Gräfin zuletzt mit der vollen Güte, welche Cajetana von ihr gewohnt war,„daß meine Vorherſagung ſchon heut' in Erfüllung gegangen iſt. Bald werden alle Wolken verſchwunden


