Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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Dann muß ich Deinen Vater ſprechen wende mir nichts ein! Die Gräfin wird mir erlauben, daß ich ihn ſpreche ſie wird damit zufrieden ſein, ich weiß es ganz gewiß. Komm nur morgen wieder und bringe Deinen Vater mit, er ſoll ohne alle Beſorgniß kommen, es kann ihm zum Glücke gereichen.

Es iſt ganz unmöglich! rief Kathi in tiefer Nie⸗ dergeſchlagenheit.Wenn ich wieder kommen darf, er⸗ zähle ich Ihnen vielleicht noch mehr heut' kann ich es nicht. Ich muß fort, ich bin ſchon zu lange geblieben.

Cajetana ſuchte vergebens, ſie zu längerm Weilen zu vermögen, ſie konnte von ihr nicht einmal das Ver⸗ ſprechen erlangen, morgen oder wenigſtens bald wieder zu kommen, und nahm denn von ihr einen liebevollen Ab⸗ ſchied, wobei ſie ihr ein reiches Geſchenk machte, was Kathi nicht ausſchlug. Der Thürhüter ſah dem ſchlanken Mädchen, das ſo zuverſichtlich die breite Stiege herab kam, mißtrauiſch entgegen; er hob die Leuchte, ſo daß er ihr in das braune Geſicht ſchauen konnte, und was er da⸗ bei geſehen, mußte mildernd auf ihn gewirkt haben, denn er öffnete ihr nicht ſo unfreundlich, wie vorher, die Pforte, ſondern ſagte ihr bedauernd ein Wort über das ſchlechte Wetter, in das ſie bei Nacht und Finſterniß ganz allein hinaus gehe.Fürchteſt Du Dich gar nicht, mein Kind? fragte er. Sie verneinte es ruhig und verſchwand.

Die Gräfin ließ Cajetana kurz darauf zu ſich rufen,