Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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ſage ihm nicht, das klingt wie ein Vorwurf für ſeine Mutter, und ich trage ihr wahrlich nichts nach. Erzähle ihm, wie Du mich gefunden haſt, denn wollte ich ihn grüßen laſſen, ſo würde ſich das wohl noch weniger ſchik⸗ ken! Sie lächelte dabei ſo unſchuldig und ſchalkhaft, daß der letzte Schatten einer Beſorgniß aus Kathi's Seele ſchwand und ſie in den Scherz einſtimmte.

Bald aber wurde Cajetana ernſthaft der erſte Gedanke, der ihr bei Kathi's Erſcheinung aufgeblitzt war und den ſie nur über dem Zunächſtliegenden momen⸗ tan vergeſſen hatte, kam mit erneuter Macht über ſie. Kathi! begann ſie ſanft.Ich muß Deinen Vater ſprechen.

Das Mädchen erſchrack heftig.Das geht nimmer⸗ mehr an! ſagte ſie.Was könnte es Ihnen helfen?

Ich muß ihm eine Frage thun! Er weiß gewiß Alles, was meinen Vater in alter Zeit betroffen hat, er ſoll mir Wahrheit ſagen. Vielleicht hat er auch mit Dir von meinem Vater geſprochen?

Sehr oft! beſtätigte Kathi geſpannt.Was meinen Sie?

Hat er gegen Dich jemals den Namen Riedau ge⸗ nannt?

Kathi beſann ſich eine Weile, dann ſchüttelte ſie den Kopf.Ich weiß davon nichts, und vergeſſe ſo leicht kei⸗ nen Namen.