Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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geſchehen ſei. Es war aber ein Glück, daß er mich vorigen Samſtag doch bemerkte, weil ich nicht raſch genug aus⸗ wich, ſonſt hätte ich nimmer etwas von Ihnen gehört. Da rief er mich und ſagte mir, daß er nun wiſſe, wo Fräulein Cajetana ſei, und wenn ich ſie ſehen wollte, möchte ich nur, als geſtern, auf die Straße nach Laxen⸗ burg hinaus gehen, wo Sie mit der großen Schlitten⸗ fahrt des Kaiſers auch vorbei kommen würden; dabei nannte er mir auch die Frau Gräfin hier in Gumpendorf, wo Sie wie das Kind im Hauſe gehalten würden. Er war ſo herzig gut, als er meine große Freude ſah, und gab mir zum Abſchiede wieder die Hand.

Und keinen Gruß für mich? fragte Cajetana.

Ich weiß von keinem erwiederte Kathi, ihre dunkeln Augen mit einem ſchnellen, forſchenden Blicke auf die Fragerin richtend.Er hat wohl gemeint, das werde ſich nicht ſchicken.

Du haſt wohl Recht ſagte Cajetana, indem ſie daran dachte, wie ſie auch in ihrer jetzigen Lage nur zu oft dieſelbe Rede hören müſſe.Wirſt Du ihn wieder ſehen?

Vielleicht! erwiederte Kathi mit einem ungewiſſen Tone.Ich habe ihm verſprochen, von Ihnen zu er⸗ zählen.

So ſage ihm, daß es mir gut geht, und daß ich noch gern an die Tage zurückdenke, wo ich im Hauſe ſei⸗ ner Eltern ſo gütig behandelt wurde doch nein, das