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fallen iſt— gewiß zur Strafe für ihr ſchlechtes Herz! Der alte Herr wollte ſich meiner annehmen und redete ihr gut zu, als ſie mich mit harten Worten und Drohun⸗ gen anfiel, wenn ich ihr nicht augenblicklich von ihrem Uebel, das ich ihr angezaubert, helfen werde, aber er konnte ſie nicht beſänftigen und ſetzte ſich ſeufzend in eine Ecke— da kam jedoch der junge Herr Franz herein! Wie der mich weinend ſtehen ſah, faßte er mich bei der Hand und tröſtete mich und ſprach in aller Ehrbarkeit, aber doch ſo ernſthaft zu ſeiner Mutter, daß ſie ſtill wur⸗ de. Dann führte er mich bei der Hand hinaus und gab mir Beſcheid, ſo viel er konnte, auf Alles, was ich wiſſen wollte, und begleitete mich ſelbſt zu den Urſulinerinnen, damit ich dort weiter nach Ihnen fragen konnte.“
Die Augen der Erzählerin leuchteten in einem hellen Glanze, ihr dunkles Antlitz hatte ſich mit einer ſchönen Röthe gefärbt, und dieſe Zeichen inniger Dankbarkeit für eine freundliche Behandlung, welche ihr in ihrem ausge⸗ ſtoßenen Leben zu Theil geworden war, entgingen Caje⸗ tana nicht und rührten ſie tief.
„Ich mußte ihm verſprechen,“ fuhr Kathi fort,„ihm mitzutheilen, was ich im Kloſter über Ihr Ergehen er⸗ fahren werde, und ob es mir gelungen ſei, Sie ſelbſt zu ſehen und zu ſprechen. Er ſagte mir, daß ich ihn binnen einer Stunde am Sanet Peter treffen werde, wo er von ſeinen Geſchäften nach Hauſe gehend vorüber kommen


