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Kathi ſchauderte in ſich zuſammen.„Gott behüte und bewahre mich!“ ſagte ſie leiſe.„Nein, mein gnädi⸗ ges Fräulein, da iſt gar nichts zu thun. Ich kann nichts ſagen, und muß bei meinem Vater bleiben. Auch der junge Herr Riedl, den ich zweimal geſehen hab', iſt freundlich zu mir geweſen und hat ſich erboten, zu helfen, wo er könnte, aber ich habe nichts angenommen, wie ich von keinem Menſchen etwas annehmen kann.“
„Haſt Du den guten Franz geſehen?“ fragte Ca⸗ jetana, welche ſich bei der Nennung ſeines Namens der vielen Freundlichkeit und Liebe erinnerte, welche ſie vor ihrem Unglücke im Riedl'ſchen Hauſe genoſſen hatte, und darüber gern die gehäſſigen letzten Eindrücke vergeſſen hätte, wären ſie nur minder unauslöſchlich in ihre Seele geprägt geweſen.„Iſt er von ſeiner Reiſe ſchon lange heimgekehrt und haſt Du ſonſt etwas von ſeinen Eltern erfahren?“
„Ich bin dort geweſen,“ antwortete Kathi.„Ich glaubte dort am ehſten etwas von Ihnen zu hören, und wagte mich hin, obgleich Frau Riedl mir viel Schlimmes angedroht hatte, wenn ich mich jemals wieder ſehen ließe. Es wäre mir vielleicht auch bös ergangen und ſie hätte mich dem Büttel überliefert, denn ſie glaubte, daß ich ihr Etwas angethan habe, weil ſie ſeit der Zeit, daß ſie Ihnen das Herzeleid verurſacht hat, von einem Siechthum be⸗


