Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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Kathi, meine liebe, treue Kathi! erwiederte Ca⸗ jetana in gleicher freudiger Aufregung.Wenn Du wüß⸗ teſt, wie ich mich nach Dir geſehnt habe! Ich war bald draußen in Meidling Ihr wart ſchon fort. Dann habe ich Dich geſehen in der Nacht auf der Kirchentreppe und geſtern am Wege nach Laxenburg. Wo iſt Dein Vater?

Kathi ſchüttelte den Kopf und wurde ſtill.Mein Vater iſt auch wieder hier ſagte ſie, als Cajetana die Frage beſorgt, daß der alte Martin geſtorben ſein könne, wiederholte.Es geht ihm traurig

Kann ich ihm helfen? fragte Cajetana raſch. Ich bin jetzt durch die Güte der Gräfin, die ſich meiner angenommen hat, ſo reich bedacht

Nein, gnädiges Fräulein Sie können uns nicht helfen das muß mun ſchon ſo bleiben. Ein ſchwerer Seufzer ſchloß die abgebrochene Rede, dann aber faßte ſie ſich und fragte mit wiederkehrender Freude an dem Glücke des Angenblicks nach Cajetana's Ergehen. Dieſe er⸗ zählte ihr in aller Kürze, wie ſich ihr Schickſal nach dem ſchmerzlichen Verluſte, der ſie getroffen, geſtaltet hatte, und verſchwieg ihr nicht, daß ſie in den Stunden bitterer Verlaſſenheit, als ſie im Riedl'ſchen Hauſe von der Frau, die ſich ſo plötzlich gegen ſie ganz umgewandelt, viel Kränkungen erfahren, ſich geſehnt habe, zu ihr zu entflie⸗ hen, um mit ihr und ihrem Vater, die es treu mit ihr ge⸗