„Ich wünſchte mit dem Fräulein von Cronberg zu ſprechen,“ klang es ihm ſchüchtern entgegen.
„Cronberg?“ wiederholte der Diener.„Hier wohnt kein Fräulein von Cronberg! Wer ſeid Ihr?“
„Fräulein Cajetana von Cronberg nicht?“ entgeg⸗ nete die Stimme draußen verwundert und lauter.
„Fräulein von Cronberg nicht— wenn auch der andere Name richtig wäre,“ beſtätigte der Diener.„Was habt Ihr hier bei dunklem Abend zu ſuchen? Kommt bei Tage, wenn Ihr ein Anliegen habt. Geht Eurer Wege!“
Da rief es von einem der obern Fenſter, das ſich bei dem Gemurmel der Stimmen an der Hausthüre ge⸗ öffnet hatte, mit gedämpftem Laut herab:„Kathi?“
„Ich bin's, gnädiges Fräulein!“ jauchzte die Un⸗ tenſtehende hell auf und wollte an dem Diener in das Haus dringen. Der hielt ſie aber am Arme feſt und in Verlegenheit, was er zu thun habe, da offenbar das Fräulein die Eingangſuchende kannte und er gleichwohl als Thürſteher ſeine Pflicht wahrzunehmen hatte, fragte er erſt hinauf, ob er zu dieſer Stunde das fremde Frauen⸗ zimmer ohne Weiteres einlaſſen ſolle?
Cajetana war aber ſchon vom Fenſter verſchwunden und eilte aus ihrem Zimmer über Corridor und Treppe der Geſpielin ihrer Kindheit, an deren Erſcheinung ſie unbeſtimmte Hoffnungen knüpfte, entgegen. Die Antwort
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