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ders, als Sie— wäre Er an Ihrer Stelle geweſen, ſo würde ich heut' keine Urſache zu Erörterungen haben, die jedenfalls peinlich für alle Theile find. Ihr Bruder hat mir geſagt, daß er fern davon iſt, in jener unklaren Sache die Schuld auf einen allgemein geachteten Offizier und Edelmann zu werfen, den vielleicht gar kein Vorwurf trifft, als der einer Unvorſichtigkeit— für einen ritterlichen Cha⸗ racter ein ſehr gewöhnlicher Vorwurf, der nicht eben zur Schande gereicht, ſollte ich meinen! Ihr Bruder wird Ihnen ſeine Anſichten über die unſelige Verwickelung nicht verſchwiegen haben.“
Jedes Wort war ein Tropfen Balſam für Cajeta⸗ na's Herz, ſie lauſchte mit bebendem Herzen, das eine Rückflut freudig erregter Wellen hoch und höher ſchlagen ließ. Max Riedau war für die Ehre ihres Vaters eingetre⸗ ten!— Als Anna auf die Rede der Gräfin nur mit einem Zucken ihrer mißgeformten Achſel und einem vieldeutigen Lächeln antwortete, ſagte dieſe:„Gleichviel! Sie werden wenigſtens einſehen, daß die Vergangenheit, die nicht mehr zu ändern iſt, begraben bleiben muß. Ich wußte, daß ein Zuſammenleben, wie es hier ſtattfand, bald zu einer Er⸗ klärung führen mußte, und war gleich von Anfang ent⸗ ſchloſſen, dieſe zu bewirken. Doch hat man mir keine Zeit gelaſſen. Wie die Verhältniſſe nun ſtehen, können Sie nicht mehr zuſammen bleiben. Ich gebe Ihnen eine unabhängige Stellung, Anna, in welcher Sie ſich beſſer gefallen werden,
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