Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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für ſechszehn Perſonen ſervirte kaiſerliche Tafel vernom⸗ men hatte. Zum großen Ergötzen der Gräfin war, was er dann von den folgenden Feſtlichkeiten in ſeiner natür⸗ lichen und ungezwungenen Manier auf ihre vielen ſich kreuzenden, oft ſehr verfänglichen Fragen erzählte; be⸗ ſonders lachte ſie über ſeine naiven Schilderungen der Damentviletten, die ſie intereſſirten. Er war bei alledem ein guter Beobachter geweſen, deſſen Berichte ſie ſcharf⸗ ſinnig zu ergänzen wußte, ſo daß ſie, nachdem er ihr noch die Familienereigniſſe in der großen Welt, von denen nirgend genauer, als bei der Gräfin Rabutin Kenntniß genommen wurde, die Trauerfälle, die Verlobungen und Vermählungen berichtet hatte, ziemlich gut über die all⸗ gemeine Lage der Verhältniſſe, wie ſie dieſelben wieder finden würde, orientirt war.Vortrefflich! ſagte ſie am Schluſſe.Sie ſollten die kriegeriſche Laufbahn mit der geſandtſchaftlichen vertauſchen, keiner unſerer vielgerühm⸗ ten venetianiſchen Ambaſſatori dürfte ſich Ihres Vor⸗ trags ſchämen. Einen der Herren vom Hofe haben Sie mir aber doch nicht genannt, und es iſt kein geringerer, als der Obriſtkämmerer des römiſchen Königs.

Graf Trautſon hat allen Feſtlichkeiten beigewohnt, ſonſt weiß ich nichts von ihm.

Sie haben Recht; der ernſte, gewiſſenhafte Herr thut keinen Schritt rechts oder links aus der ſtrengen