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gewiegt habe, wie er, dem nur eine hohe Gönnerin jene Kreiſe erſchloſſen, ſein Glück mit gerechtem Anſpruch ge⸗ winnen könne. Darin irrte ſie vollkommen, aber ſie ge⸗ ſtattete ihm keine Aufklärung ihres Irrthums.„Erzählen Si mir lieber von den öffentlichen Angelegenheiten.
Der König liebt alſo wohl ſeine Gemahlin ſehr? Wann ſ der Einzug geweſen? Ich habe ſo ganz zurückgezogen in meinen Alpen, auf der reizenden Villa meines Bruders Emilio gelebt, abſichtlich von allen Nachrichten aus der Welt abgeſchloſſen, daß ich mir vorkomme, als ſei ich aus einem hundertjährigen Zauberſchlafe erwacht. Was ich auf meiner Reiſe unterwegs hier und da durch Zufall gehört, iſt ohne allen Zuſammenhang geblieben.“
Riedau berichtete in ſoldatiſcher Kürze von dem Ein⸗ zuge, der bereits am 14. Februar ſtattgefunden hatte, wie der Kaiſer der ſchon in Modena durch Procuration vermählten Königin einen Hoſſtaat von 600 Perſonen mit dem Fürſten Lobkowitz als Obriſthofmeiſter bis Ro⸗ veredo entgegengeſendet, der römiſche König in Tuln und der Kaiſer in Perſon mit der ganzen kaiſerlichen Familie ſie in Ebersdorf empfangen habe; er ſchilderte die Pracht der drei Ehrenpforten, durch welche der Zug bis zu der Auguſtinerkirche gegangen, wo der päpſtliche Nuntius die Ehe nochmals eingeſegnet hatte, und gab dann zutn Beſten, was er über die nach der Ceremonie, aber nur


