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glänzende Träume verlockte? Er ſah eine ſchimmernde Ferne des Ruhmes vor ſich eröffnet; manchen Moment, der ihm die Stirn mit dem Lorbeerkranze der Ehre um⸗ wand, durchlebte er im Geiſte ſo lebendig, daß ihm alle Pulſe höher ſchlugen— miſchte ſich in dieſe Bilder nicht auch ein anderes, das ihm mit dem ſtolzen Lorbeer auch die ſüße Roſe verhieß? In blühender Jugend konnte Max nur Sinn für die wilden Scenen des Krieges ha⸗ ben, die er ſchon kannte und von deren Erneuerung er das Glück ſeiner Zukunft hoffte? Dies Lächeln, das ſeine Lippen halb erſchließt, während ſein Auge feſtgebannt an den ſpielenden Flammen hängt, gilt es einzig den kriege⸗ riſchen Ehren, die ihn erwarten? Auch der ſchärfſte Blick hätte das nicht zu enträthſeln vermocht, ſo innig ver⸗ ſchmolzen ſind in der feurigen Seele des Jünglings die Ideale, die ihm einſt die Krone des Lebens reichen ſollen.
„Woran denken Sie, Mar?“ fragte eine ſanfte Stimme.
Er blickte auf und erröthete, wie ein junges Mäd⸗ chen, das ſich von fremden Augen beobachtet ſieht. Die Gräfin ſtand vor ihm. Sie war durch eine Seitenthüre unbemerkt eingetreten. Man ſah ihr die Ermüdung der Reiſe nicht mehr an, ihr Auge hatte das volle Feuer wie⸗ der gewonnen; ein einfaches Hauskleid, das ſie angelegt


