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ſie ſich zu unterhalten wünſchten. An mir, als einer alten Frau, wird es Sie hoffentlich nicht befremdet haben.“
Die Gräfin ſprach von ſich zuweilen in dieſer Weiſe, obgleich Niemand mehr, als ſie ſelbſt, von der Unwahrheit eines ſolchen Beiworts überzeugt war.
„Ich habe nicht nach meinen Kindern gefragt!“ ſagte ſie ſcherzhaft nach einer Weile, als die Riedau nur wenig auf ihre vorige Bemerkung erwiedert, ſie alſo ge⸗ wiſſermaßen zugegeben hatte.„Ich bin eine recht un⸗ natürliche Mutter! Der Malteſer wird nicht in Wien ſein, da er ein zu geſtrenger Obriſter iſt und ſein Regi⸗ ment ſelten verläßt, aber der Domherr, denk' ich, iſt da und auch unſern Fidelis hoffe ich zu finden. Dem laſſen Sie doch unter der geſammten Männerwelt Gerechtigkeit widerfahren, Anna?“
„Der Herr Graf iſt ein vollkommener Cavalier,“ erwiederte die Riedau.
„Ja gewiß, und ich hoffe, Ihr Bruder wird nach ſei⸗ nem Vorbilde ein ſolcher werden. Ich möchte ihm noch eine Frage thun— wollten Sie ſo gut ſein, noch einmal zu öffnen?“
„Der Regen gießt in Strömen, wie die gnädige Gräfin wohl über unſern Köpfen hört. Mein Bruder iſt voraus geritten. Ich habe ihn davonſprengen gehört, als Sie ihn auf Wiederſehen entließen.“


