Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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Wirklich? Ueberzeugen wir uns davon. Es wäre ein ſchlechter Anfang für meine Hoffnungen auf ſein Rit⸗ terthum.

Mit großem Widerwillen gegen das unruhige ita⸗ lieniſche Blut ihrer Herrin gehorchte die Riedau zum Drittenmale, und es wäre ihr eine wahre Genugthuung geweſen, wenn ihr Bruder, wie ſie behauptet hatte, die langſame Karoſſe bei dem ſtrömenden Regen verlaſſend wirklich vorausgeſprengt wäre. Aber ſie fand ihn getreu⸗ lich neben dem Wagen, er war nur als gewandter Soldat von der Wetterſeite auf die andere geritten.

Sie ſind noch hier? rief die Gräfin.Sie hal⸗ ten bei uns aus in dieſem Orkan und Kataract? Ich bitte und befehle, daß Sie augenblicklich vorausreiten, da Sie uns gar nichts helfen können. Melden Sie mich in meiner Wohnung an und ſein Sie heut' Abend mein Gaſt: ich habe noch viel von Ihnen zu hören. Iſt mein Sohn Karl in Wien?

Riedau bejahte es, mit dem Zuſetzen, daß der Graf im Regimente Hohenzollern⸗Küraſſiere eine Escadron erhalten habe.Und Sie? fragte die Gräfin raſch.

Mar zuckte die Achſeln.

Noch immer nicht! rief ſie.Trotz Allem, was für Sie geſchehen iſt?

Ich bin auf einen neuen Krieg vertröſtet worden.