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gewöhnt ſein mußte, denn ſie übereilte ſich nicht, ihm zu gehorchen. Mit einer Unbehülflichkeit, welche ganz dazu angethan war, die Ungeduld noch mehr zu reizen, machte ſie ſich aus der bequemen Ecke, die ſie wieder eingenom⸗ men hatte, in mehrern Anſätzen los, öffnete das vorgezo⸗ gene Leder des Kutſchenſchlages und rief hinaus, was ihr befohlen war.
Ein ſauſender Doppelkreuzhieb auf alle vier Pferde war die wortloſe Antwort des Kutſchers— die Pferde ruckten heftig an, es ſchien aber, als wollten ſie ſich mehr zurück⸗ als vorwärts werfen. Vor der unangenehmen Bewegung, welche der Wagen dadurch erhielt, erſchracken die Damen und ſchrien auf— es war, als ſolle derſelbe umſtürzen. Die Pferde hatten ſich aber vor einem daher⸗ jagenden Reiter geſcheut, und waren ſchon wieder im Ge⸗ horſam, als dieſer heranſprengte.
„Iſt das die Karoſſe der Frau Gräfin von Kö⸗ nigsegg?“ fragte er ſchon von Weitem.
„Das iſt Max!“ rief die Gräfin erfreut.„Sehen Sie doch nach, liebe Anna! Ihren Bruder werden Sie vielleicht beſſer kennen, als die Spinnerin am Kreuz.“
Noch ſäumiger, da ſie in dieſem Falle keinen weiter gehenden Vorwurf zu fürchten hatte, leiſtete Anna Folge. Aber der Kutſcher hatte ſchon auf die Frage des Reiters bejahend geantwortet, und als der Schlag geöffnet wurde,


