ten? Wenn mir etwas Böſes geſchieht, ſo weiß ich, wer es mir zugezogen hat. Die braune Dirne heut' vor der Kirche zu ſehen, war zum Fürchten, ſie benahm ſich mit der Oben wie eine Unſinnige; alle Menſchen wurden auf⸗ ſtutzig. Das Volk muß mir aber aus Meidling fort, ich werd's ſchon durchſetzen.“
„Aber, Sabinerl, willſt Du ſie noch mehr reizen? Was können ſie uns nicht anthun!“
„Müſſen eingeſteckt, aus dem Land gejagt werden. Aergere mich nicht, Anton, Du thuſt eine Sünde. Ich will nun gleich gehen, wenn wir geſpeist haben. Heut' iſt Sonntdg, heut' finde ich die Leut' zu Hauſe.“
Vor dem Hauſe klang Hufſchlag, der ihre Rede ſtörte. Durch das Fenſter ſahen ſie einen Trupp Dra⸗ goner, der von der Seilerſtadt herkam und wahrſcheinlich nach dem Sammelplatz auf dem neuen Markte ritt.
„Ja, ſchau Du nur hinauf!“ ſagte Frau Riedl, als der Vorderſte der Reitter ſeine Augen nach dem Fenſtethim obern Stock erhob.„Da wirſt Du heut' wohl nichts finden!“ Es war nichts Ungewohntes, Dragoner hier vorüber zichen zu ſehen, da ſie ihren Sammelplatz ganz in der Nähe hatten, und eben ſo wenig hatte ſich Frau Riedl verwundert, wenn ſie nach den Fenſtern blickten, ob nicht junge, neugierige Mädchenaugen den


