Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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dazu anhalten ſollen. Aber ſo lange Sie noch in meinem Hauſe ſind, können Sie ja immer einen Anfang machen. Ich werd' ſchon nachhelfen

Ihr verſtoßt mich! rief Cajetana.Gebt mich nur ganz auf! Ich will Euch nicht länger zur Laſt fallen.

Nur nicht ſo ſtolz! entgegnete Frau Riedl, von dem Tone beleidigt.Ich dächte, es würde ſich auch nun ſchicken, daß ich nicht mehr ſo hoffärtig mit Ihr angere⸗ det würde, wie es wohl noch Mode iſt von Oben herun⸗ ter, aber nicht mehr unter gleichen Perſonen. Wenn ich noch Sie ſage, können Sie es auch thun.

Cajetana wandte ſich ab und that einen raſchen Schritt, als wolle ſie dieſe entſetzliche Behandlung fliehen.

Nun ſeien Sie nur vernünftig, liebes Fräulein, ſagte die Riedl einlenkend, weil es ihr ſelbſt leid that, zu weit gegangen zu ſein.Ich meine es gut mit Ihnen: bittere Tränke ſind oft die heilſamſten. Wenn ich einen andern und beſſern Rath wüßte, würde ich ihn ja vor⸗ gebracht haben. Ich dachte erſt an die Himmelpfortnerin⸗ nen wenn Ihre Muhme, die Frau Priorin, noch lebte, hätte es keine Noth, aber im Kloſter nehmen ſie auch nicht Koſtgängerinnen auf lange Zeit auf, wenn ſie nicht in den Orden treten wollen. Und Nonne wollen Sie doch