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ſammen. Ehe ein Vormund beſtellt wird, dauert es noch lange, ſo etwas geht nicht zwiſchen heut und Morgen, und eh' die Herren ſich entſchließen, läuft eine Schuld auf, vor welcher Sie ſelbſt erſchrecken würden. Ich habe alſo ſchon Rath gefunden. Aber Sie hören nicht auf mich.“
Cajetana hatte in der That keinen andern Gedanken, als daß ſie nun auch die letzten Menſchen, die ſich um ſie gekümmert und ſie bisher doch ſo lieb gehabt hatten, ver⸗ lieren, daß ſie hinausgeſtoßen werden ſollte in ein unbe⸗ kanntes Schickſal, deſſen Formloſigkeit ſie mit Grauen erfüllte. Auf die Mahnung, welche ſie aufmerken hieß, ſuchte ſie Kraft zu faſſen, und richtete ihr verdunkeltes Auge bittend auf die herzloſe Frau, welche das ihrige vor dieſem rührenden Blicke zur Erde ſenken mußte und einen Moment ſich tief bewegt fühlte. Aber ſie ſchämte ſich ſogleich dieſer Regung, welche ſie Schwäche ſchalt.
„Der Herr Reichsgraf,“ begann ſie wieder,„von welchem uns der Vater oft erzählt hat, war juſt in Wien anweſend, und Graf Königsegg hat ihn auch beſucht und ihm Ihr Schickſal vorgeſtellt, weil er glaubte, er werde es ſeiner Ehre ſchuldig ſein, Ihr Vormund zu werden und weiter für Sie zu ſorgen, da er weder Kind noch Kegel hat und ein unermeßlich reicher Mann iſt. Aber er will nichts davon wifſen. So bleibt denn nichts weiter
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