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ſäumt haben, um das nur unvollkommen gelungene Werk ſeines Schuſſes durch Gefangennehmung des entdeckten Schuldigen zu vervollſtändigen. Jede Nachfrage blieb aber aus; der Knecht aus dem Riedl'ſchen Hauſe in Meidling, dem noch kein Widerruf der letzten Anordnung zugekommen war, brachte noch gelegentlich etwas an Le⸗ bensmitteln nach der verfallenen Hütte, wenn er auch ſeinen Widerwillen durch die kurze, unfreundliche Art zeigte, mit welcher er dieſelben jedesmal übergab. So fühlte ſich Kathi wieder ſicher und dachte nur daran, ihr Fräulein zu ſehen, deſſen Unglück ſie ſelbſt mit tiefem Gram gefüllt hatte. Das war ihr endlich heute gelungen, und ſie wanderte, wenn auch ſehr traurig über den Zu⸗ ſtand, in welchem ſie Cajetana gefunden, aber doch inner⸗ lich beglückt durch die Liebe, die ihr das Fräulein vor allen Menſchen bezeugt hatte, ihren Weg durch die Vor⸗ ſtadt, wo ſie noch ſonntäglich geputzten Menſchen begeg⸗ nete, und dann durch die ſtillen, einſamen Felder. Da ſah ſie einen Reiter von fern im geſtreckten Galopp daher ſprengen. Ihr ſcharfes Auge erkannte ſchon auf eine weite Strecke, daß es ein Jäger war, denn Niemand durfte ſonſt grüne Röcke tragen, als die kaiſerlichen Forſtbedien⸗ ten, ſelbſt die vornehmen Herren auf ihren Jagdpartien nicht. Kathi wich daher dem Grünrock bei Zeiten aus, indem ſie einen Umweg machte. Der Reiter kümmerte 15*


