Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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Er wird weder Sie, noch irgend Jemand mehr moleſtiren, verſetzte Königsegg voll Unwillen.Er iſt todt.

Nun dann iſt ja die Frage ohnehin erledigt, vor⸗ ausgeſetzt, daß er keinen Sohn hat.

Er hat nur eine Tochter hinterlaſſen, und zwar, wie Sie ja zu wiſſen ſcheinen, in den dürftigſten Um ſtänden.

Cronberg zuckte ſchläfrig die Achſeln, das Bedürfniß der gewohnten Mittagsruhe ſchien ſich ihm auf einmal fühlbar zu machen.

Sie iſt hier, als ihr Vater in den Krieg ziehen mußte, in einem bürgerlichen Hauſe zurückgeblieben, fuhr Königsegg fort, ohne ſich durch die Zeichen, die ihm keine geneigte Aufnahme ſeiner Worte verhießen, irre machen zu laſſen.Ich habe ſie geſehen, da ich zu mei nem großen Bedauern ihr die Kunde vom Tode ihres Vaters bringen mußte ſie iſt ein ſchönes und anſchei⸗ nend wohl erzogenes Mädchen.

Ei! ſagte der Reichsgraf, und ſeine kleinen Au⸗ gen blinzelten mit einem ſchlauen und leichtfertigen Aus⸗ druck auf den allzueifrigen Anwalt des ſchönen Mädchens.

Dieſer verſtand ihn und gab den Blick ſtolz und frei zurück. Doch durfte er den Alten nicht böſe machen