Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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mein Vetter. Es war ein Glück für dieſen, daß ich mich grade bei ihm zum Beſuche befand und ihm mit meiner genauen Genealogie unſers Hauſes Beiſtand leiſten konn⸗ te; er hätte ſich ſonſt am Ende übertölpeln laſſen und ihm eine Anerkennung der Verwandtſchaft zugeſtanden, auf welche er nicht den mindeſten Anſpruch hat. Denn der Name beweist gar nichts. Mein Haus führt ihn von dem Schloſſe, das ſich der Stammvater erbaut hatte; in dieſem Schloſſe haben natürlich mehr Leute gewohnt, Dienſt⸗ mannen und Andere, denen es eingefallen iſt, ſich zum Unterſchiede von Andern davon nennen zu laſſen. Sie müßten nur aus Cronberg genannt worden ſein, Hans oder Kunz, meinethalben auch Kaſpar aus Cronberg, nicht von Cxonberg, das kommt ihnen nicht zu. We⸗ gen des Wappens, das ſie führen, hätte ich in meines Vetters Stelle bei dem kaiſerlichen Heroldsamt Klage geführt, ich konnte ihn nur nicht dazu bewegen. Gönne ihm doch die Eiſenhütlein, ſammt den Goldkronen im Wappen, da er im Seckel keine beſitzt! ſagte er ſpaßhaft. Er hatte nämlich ſeine ſchlechten Vermögensumſtände vorgebracht. Ich finde aber, mit ſeinem Wappen darf der Edelmann ſo wenig Spaß verſtehen, als der Soldat mit ſeiner Fahne. Der Kaſpar, der ſich von Cronberg nennt, hat unſer ganzes Geſchlechtswappen uſurpirt, den getheilten Schild, links oben zwei Reihen ſilberne und