Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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willſt! begann der Vater wieder, nachdem er ſich lang in das üppige Riedgras geſtreckt hatte.Wir ſind erſt vier Wochen hier und ich, dem's doch wichtig iſt, habe nur ſo die Cavaliere, vor denen ich mich beſonders zu hü⸗ ten hab', ausgeforſcht und mir zeigen laſſen, den Oberſt⸗ Jägermeiſter und die Andern vom Hofjagdamt, und Man⸗ chen kannte ich auch ſonſt noch, den alten Helmhard, ich meine den Graf Ungnad von Weiſſenwolf, und den Oberſt⸗Falkenmeiſter, meinen Herrn Grafen von Sintzen⸗ dorff es iſt möglich, daß ich unter den vielen auch die⸗ ſen jungen Cavalier geſehen habe, aber ich weiß es nicht. Wo haſt Du ihn denn bemerkt, die wohl nicht dreimal, ſo lange wir hier ſind, den Fuß in die Stadt geſetzt hat?

Das will ich Euch ſagen, Vater, antwortete Kathi.Ich war in der Stadt gleich am erſten Samſtag, nachdem wir eingezogen waren. Ich konnte nicht warten, bis Fräulein Cajetana mit ihren Pflegern herauskäme, ich mußte ſie gleich ſehen und ſprechen, und hatte mir das Haus in der Sanct⸗Annengaſſe ſchon erfragt, wo der Herr Riedl wohnt. Ihr wißt's ja. Dann mußt' ich die Nacht, weil's nach der Thorſperre zu ſpät wurde, bei ih⸗ nen bleiben, und am Sonntag ging ich mit zur Meſſe. Dort habe ich den Herrn geſehen.

Mußt ihn Dir ſehr genau angeſchaut haben, Kathi, was mir in der heiligen Meſſe nicht gefallen will.