„Hoho! Und wie willſt Du mir's wehren?“ ent⸗ gegnete er, über ihren ohnmächtigen Widerſtand immer
luſtiger werdend. „Das weiß ich ſchon!“ verſetzte ſie mit einem ſo trotzigen Blicke, daß er ernſthaft wurde. „Weißt Du das? Ei! Ich möcht's aber auch gern wiſſen!“ ſagte er.„Du wirſt hingehen und mich angeben, nicht wahr? Den ſchönen jungen Herrn mit dem geſtick⸗ ten Rock wirſt Du aufſuchen— Du kennſt ihn ja!— und wirſt ſagen: Mein Vater, dem Ihr ſo verdächtig auf den friſchen Bruch am Hut geſehen habt, das iſt der Wilder Martin aus Meidling, und wenn Ihr einen Zeugen braucht beim Herrn Oberſt⸗Jägermeiſter, Fürſten von Lam⸗ berg, nehmt mich, die Martin Kathi, ſeine Tochter, die weiß es am beſten, denn ſie hat ihm oft ſelber den Stutzen wieder geladen, wenn er das erlegte Wild aufbrach.“ Des Mädchens Augen hatten ſich mit Thränen ge⸗ füllt— ſonſt gab ſie keine Antwort auf die Reden des Vaters. Er ſchien ſich ihrer jetzt ſelbſt zu ſchämen, denn er ſagte auf einmal mit ganz verändertem Tone:„Komm, ſei geſcheit! Da haſt Du den Ring, wenn Du Deine Freude daran haſt. Geht eß ſchlecht mit uns, wirſt Du ihn ſchon ſelbſt hinein tragen und verkaufen.“ Er gab ihr den Ring, den ſie, ohne ein Wort zu ſagen, in ihr Bruſttuch ſteckte. Beide gingen dann, dem
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